Zeit auf dem Tisch zu tanzen! 2018 ist endlich vorbei!

Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, mach Tequila draus.

In diesen Tagen schauen wieder alle zurück. Auf Insta posten Menschen, was sie im letzten Jahr alles erreicht haben. Ein Baby bekommen, check. Eine neue Frisur, check. Ein neues Land bereist, check. Etwas Neues gelernt, check. Vegetarier geworden, check.

Versteht mich nicht falsch, neue Dinge zu lernen und Gewohnheiten zu ändern ist natürlich super. Und doch klingt das alles etwas oberflächlich in meinen Ohren. “Hey, wie toll, Vietnam stand auch auf meiner Bucket List. Yeah und jetzt back ich uns veganen Schokokuchen. Im nächsten Jahr will ich Fallschirmspringen. Cool, oder?!”

Es tut mir leid, Leute. Aber das Leben ist kein verdammter Wettlauf. Wer lebt am bewusstesten, wer produziert den wenigsten Müll, wer hat die meisten Tiere geschützt, am härtesten Sport gemacht…

Auch ich habe viel erlebt im letzten Jahr. Gute und weniger gute Dinge. Aber weniges davon stand auf meiner ToDo-Liste. Menschen verlieren ist eben nicht so hip. Sorry…

Ein Jahr wie eine Achterbahn liegt hinter uns und ich bin mehr als bereit, mal ne Runde auszusetzen.

Vielleicht bin ich in diesen Tage, die so aus der Zeit gefallen sind, auch einfach etwas schwermütig, vielleicht auch nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich zum ersten Mal jemanden verloren habe, der mir so richtig nahe war.

Zum ersten Mal hab ich gespürt, was es heißt zu trauern. Und eben nicht nur etwas traurig zu sein. Und natürlich spüre ich das noch immer. Vier Menschen, davon drei aus dem engen Familienkreis haben uns in 2018 verlassen. Jetzt noch ne Hochzeit obendrauf, das wär doch was.

Zwei von ihnen hatten schon ein langes Leben hinter sich. Und zwei waren mittendrin. Und dieses Hinausgerissenwerden, das ist es, was mich noch immer beschäftigt. Das ist es, was unser Jetzt verändert. Unser Weihnachten, unser Beisammensein. Immer fehlt da jemand. Jemand, der lacht und schimpft und Raum einnimmt.

Raum, der jetzt leer bleibt. Auch im nächsten Jahr. Check.

Und jetzt? Was machen wir jetzt damit?

Immer einen Fuß vor den anderen setzen, ne?! Den Blick auf die kleinen Dinge richten. Dankbar sein. Ganz einfach und oldschool. Und doch ganz gut.

Die wirklich wichtigen Dinge sind nämlich vielleicht gar nicht so verrückt und besonders. Aber umso besser.

Und deswegen bin ich dankbar. Auch wenn ich keine neuen Länder bereist habe. Auch wenn mein kleines Leben sich nur ein wenig weitergedreht hat. Denn immerhin, es dreht sich. Und das ist ja schon mal was..

Danke für diese Familie, die zusammenhält. Danke für meine verrückten Kinder. Danke für meine tollen Freunde. Und wenn ich es jetzt so lese, dann sind das alles andere als Kleinigkeiten. Ihr macht mein Leben lebenswert.

Und wenn ich aus der Achterbahn schon nicht rauskomme, dann bin ich froh, dass ihr mit mir fahrt. ❤

Und so geht dieses Danke natürlich auch an euch da draußen. Ihr habt das letzte Jahr mit mir mitgefiebert, habt geschrieben, erzählt und hier mitgemacht! Danke! Das mit euch war wunderbar. Das mag ich gern wiederholen. Und es hat mir so oft geholfen. So ganz in echt.

Und jetzt ab auf die Tische mit euch! Lasst uns dieses Jahr gebührend verabschieden! Bis in 2019, love eure Sonja ❤

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2 thoughts on “Zeit auf dem Tisch zu tanzen! 2018 ist endlich vorbei!

  1. Mir laufen diese Rückblicke auch ständig vor die Füße, schon jetzt seit 8 Jahren und nie fand ich es wichtig genug zu erzählen, aber ich mache ja eh nie was andere machen und Pläne sind da um sie über den Haufen zu werfen 😉
    Verluste sind tragisch und hallen nach, doch sie sollten nicht die Zukunft überschatten, somit komme ich hoch und tanze mit auf dem Tisch

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