Leben ist nicht nur Pommes und Disco – manchmal ist es auch Brottrunk und Heilfasten

Heilfasten mit kleinen Kindern im Haus – kann das gut gehen? Und warum soll es mir gut tun, eine Woche auf alles zu verzichten?

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Hmhhh.. Brottrunk.

So, das neue Jahr ist zwei Tage alt. Es wird Zeit, mich mal wieder um mich selber zu kümmern, habe ich beschlossen. Warum also nicht mal auf alles verzichten? Hah, was für eine bekloppte Idee, oder?!

Und das kam so…

Die letzten drei Monate bin ich durch mein Leben gerannt. Es ging auf und ab, das mir nur so schwindlig wurde. So richtig bewusst wurde mir das auch wieder zum Jahresende, als ich endlich durchschnaufen konnte.

Ein neuer Job, mehr Verantwortung, ein Buchprojekt, das langsam aber sicher Gestalt annimmt und ach ja, da ist ja noch das übrige Leben mit zwei aufgeweckten, quirligen und bisweilen anstrengenden kleinen Kindern. Alles schön und gut, aber wo bin ich? Hat jemand mich gesehen? Hallo?

Mach mal halblang Muddi!

Zwischen all den Keksen, Glühweinen und Braten, mit denen ich in den den letzten Wochen meine Seele gestreichelt hatte, wuchs der Wunsch mal wieder einen Gang zurück zu schalten. Ach eigentlich eher zwei bis drei Gänge. Und da ich vor zehn Jahren schon mal ziemlich gute Erfahrungen mit dem Heilfasten nach Buchinger gemacht habe, spukte mir das die ganze Zeit schon im Kopf rum. Nur wann, bei all dem Stress?

Denn beim ersten Mal hatte ich den Fehler gemacht, das Fasten in einer normalen Arbeitswoche durchzuführen. Das war bisweilen, vor allem am gefürchteten Tag 3 ziemlich kacke…

Langsam setzte sich die Idee fest, mit dem Fasten in das neue Jahr zu starten. Denn 2019 soll und darf gerne etwas netter zu mir sein. Also was kann ich selber dafür tun?

Heilfasten mit kleinen Kindern – kann das gut gehen?

Ein paar Tage nur ich. Das war die Idee dahinter. Und ja, den Stoffwechsel endlich in Schwung bringen und vielleicht ein paar von den Pfunden abwerfen, die sich hier so von Kind zu Kind angesammelt haben. Da würd ich auch nicht Nein sagen. Allerdings steht das beileibe nicht im Vordergrund. Das möchte ich nochmal betonen. Das Heilfasten soll der Start sein, mich wieder intensiver mit meiner Ernährung auseinander zu setzen und wieder bewusster zu essen.

Genau so habe ich vor zehn Jahren nämlich im Anschluss an das Fasten ziemlich gut abgenommen. Da sagt man ja auch nicht Nein. In der Regel. Und auch für die Wehwehchen, die sich hier so eingeschlichen haben, von Illiosakralblockaden (danke Bürojob und danke Faultiermentalität) bis hin zu Wassereinlagerungen, die mich immer wieder nerven, erhoffe ich mir im besten Fall durch das Entschlacken ein wenig Linderung. Wer weiß, möglich ist ja alles.

Ein volles Programm also. Dass ich mich dafür nun leider nicht in das Zen-Kloster in Pusemuckel zurückziehen können würde, nun das war natürlich klar. Und so lautet die wahre Challenge also:

Wie überlebe ich eine Woche ohne Essen und mit Gemeinheiten wie Sauerkrautsaft mit den Kindern zuhause, weil Ferien sind?

Mein Motto lautet: mit jeder Menge Langmut und im Notfall einmal mehr Fernsehen als sonst. Für meine Nerven. Hoffentlich klappt das…

Der Start – mein Entlastungstag – wo ist die Schokolade?

Zur Entlastung wird empfohlen bereits zu Beginn des Fastens auf Genussmittel wie Kaffee, Zigaretten, Süßes und auch auf schwere Sachen wie Fleisch etc zu verzichten. Reis kann verzehrt werden, Obst und Gemüse auch. Zum Frühstück hatte ich daher eine Schale Obst mit dem letzten laktosefreien Quark vom Raclette. Den esse nämlich nur ich hier im Haus.

Mittags gab es Reis mit Blumenkohl, dazu trinke ich schon mal kräftig Kräutertee. Und heute Abend gibt es dann nochmal Reis. So hoffe ich, für morgen gut gerüstet zu sein, wenn es dann so richtig ernst wird.

Natürlich – wie sollte es auch anders sein – drehen sich heute schon den ganzen Tag meine Gedanken um nichts als Schokolade. Und um Kekse. Oder um Schokokekse… hach..

Blöd halt, wenn man wie ich bei Stress anfängt Schoki zu futtern und dann im Stress ist, weil es gerade keine Schoki gibt. Tja…

Schreiende Kinder auf Supermarktböden

Gehören die zu mir? Und die schimpfende Frau dabei? Bin das ich? Ja ach, selbst wenn du des Todes motiviert bist, dich heute nicht von den Kindern an den Rand des Wahnsinns treiben zu lassen, sie schaffen es ja doch. Natürlich fing der Tag heute gleich super an. Um elf Uhr etwa blickten die Leute im heimischen DM verstohlen zur Seite und taten als würden sie nichts mitbekommen.

Eine rothaarige Frau in einem noch roteren Wollmantel zerrte entnervt ein Kleinkind aus einem Einkaufswagen mit so einem super Auto vorne dran für die Kleinen. Welcher Depp hat die eigentlich entworfen? Das Dumme ist nämlich, wenn du mehr als ein Kind mit in den Supermarkt nimmst, dann ist Stress vorprogrammiert. Trotz tollster Abmachungen, wollte K2 partout nicht mehr aussteigen und sich mit K1 abwechseln. K2 ist extrem stur. Die Mutter auch. Eskalation war also vorprogrammiert.

Und so kam es, dass ich kurz danach vor Wut schnaubend meine Fastensäfte und Tees zusammensuchte, während K2 weiter genüsslich mit sich selbst um die Wette schrie, weil es das verf… Auto teilen musste. K1 sah indessen ratlos von einem zum anderen. Und eine ältere Frau versuchte die Situation mit einem “So sind sie halt in dem Alter” zu retten, was mir in dem Moment auch nicht so recht half.

Hast du dann wieder den ganzen Tag schlechte Laune?

War das nun schon der Vorbote auf eine Woche Bombenstimmung? Ich hoffe nicht. Ich hatte heute morgen ja noch gefrühstückt. Aber vielleicht war die Vorfreude doch schon ein wenig gebremst? Keine Ahnung. Auch wenn mein Mann als erstes besorgt die obige Frage stellte, als er von meinem Fastenplan erfuhr…

Ich bleibe guter Dinge. Und vor allem bleibe ich bei meinem Plan. Wenn ihr Bock habt, hüpft gern in meine Instagram Stories rein. Ansonsten lesen wir uns hier in ein paar Tagen wieder.

Nimm das Schweinehund.. ich mach das jetzt.

In diesem Sinne: Welcome 2019! Love n peace, eure Sonja ❤

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