Ich sitze auf dem Sofa. Scrolle.
Nachrichten, Headlines, Inzidenzen, Maßnahmen, Verbote, Beschränkungen.
Der Kopf will das alles nicht mehr wahrnehmen.
Die Hände wollen nicht mehr still stehen.
Es. gibt. nichts. zu. tun.
Ich warte. Und warte.
Das längste Wartezimmer der Welt.
Mit allen Menschen gleichzeitig.

Spazieren bis der Arzt kommt. Immer das gleiche. Und trotzdem ein Kraftort.

Wann darf ich endlich raus?
Wann bin ich wieder an der Reihe? Und wohin mit der Energie?
Ablenken. Bewegen. Sport machen. Rennen.
Stricken. Nähen. Dinge machen.
Geschichten. Lesen. Gucken. Ausdenken. Spielen. Lachen.
Und doch der Blick aufs Handy.

Wann ist es soweit? Wann ist das alles vorbei?
Wie nervig kann eigentlich aushalten sein?
Und was verspreche ich mir davon?

Was soll denn kommen in der Welt danach?
Was soll passieren?
Was darf bleiben?
Was dann?

Im Moment bleibt uns nur Gegenwartsbewältigung.
Nur von außen drauf schauen.
Nur versuchen, irgendwie dadurch zu kommen.
Kraft schöpfen.
Kraft geben.
Kraft sammeln. Für alles, was noch kommt.

Anderen eine Stimme geben. Wenn es geht.
Meine Stimme schonen, wann immer es geht.

Wie wir wohl alle später auf diese Zeit schauen werden?
Schon jetzt denke ich nur noch in davor und danach.

Jan 2021 – XXX Sonja

1 Comment

  1. Hm, aber nur noch an das Davor und das Danach zu denken, macht es nur noch schwerer. „Ausdenken“ finde ich eine gute Idee. Ein eigenes Projekt vielleicht? Eines was sich im kleinen Rahmen verwirklichen lässt und doch viel Aufmerksamkeit verlangt.
    Ich wünsche eine angenehm ausgefüllte Zeit. Liebe Grüße…

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